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12. LED des falschen Eucharistieempfangs

Die Eucharistie ist etwas Heiliges, etwas Einzigartiges. Gott selber verschenkt sich persönlich, ganz klein, ganz rein, ganz heilig an jeden Einzelnen von uns. Das muss man sich einmal vorstellen, Jesus Christus starb, damit ich leben kann. Was für eine Liebe ist dies? Eine unbeschreibliche, übergroße Liebe! Und diese Liebe dürfen wir einnehmen, annehmen und dann in uns wirken und uns verwandeln lassen.


Leider sehe ich nur allzu oft, dass viele einfach unwissend vorgehen, die Hand ausstrecken und sich dann dieses kleine Stück Brot in den Mund schieben. Man macht noch Witze darüber oder es landet in der Hosentasche. Dies geschieht aber nur, weil ihnen die Lehre über die Eucharistie und deren Bedeutung nicht mehr verkündet wird.


Aus dem Buch "LED oder Liebe" von Monika Winter, hier informieren.


 

Wer nur ist in diesem kleinen Stück Brot, in der Hostie?

Wir haben nicht mehr die Lust oder den Mut, Jesus Christus zu verkünden. Wir schauen nur zu und sind froh, wenn die eine Stunde Gottesdienst in der Woche schnell vorübergeht.

Wie erbärmlich sind wir doch geworden! Wir sind ausgedorrt, gefühlskalt und undankbar. Jesus Christus ist gegenwärtig und wir haben nichts Besseres zu tun, als ihm unseren Undank entgegenzuschleudern. Aber auch in dieser Undankbarkeit liebt er uns, ja sogar noch mehr. Ich muss da immer an das Fatimagebet denken:
Oh mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden!
Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle!
Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene,
die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen!

Und genau da dürfen wir uns einreihen. Wir brauchen seine Barmherzigkeit am meisten, denn wir nehmen achtlos und lieblos die heilige Eucharistie ein. Die Hölle existiert und es ist unsere eigene Entscheidung, ob wir lieber in den Himmel kommen wollen oder ob wir die Ewigkeit in der Hölle verbringen.

Ich für meine Person möchte in den Himmel, ich möchte meinen Gott loben und preisen und ich möchte in seine Herrlichkeit eintauchen.

Deshalb ist es unsere Pflicht, dass wir andere darauf aufmerksam machen, wie wir unseren Gott empfangen.

Im Sacramentum Caritatis (3) von Papst Benedikt XVI. lesen wir: Die Teilnahme nicht katholischer Christen 56. dass die innere Verbindung, die zwischen Eucharistie und Einheit der Kirche besteht, uns einerseits brennend den Tag herbeiwünschen lässt, an dem wir gemeinsam mit allen Christgläubigen die Eucharistie feiern und so die Fülle der von Christus für seine Jünger gewollten Einheit (vgl. Joh 17,21) ausdrücken können. Andererseits erbietet uns die Ehrfurcht, die wir dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi schulden, daraus ein bloßes „Mittel“ zu achen, das unterschiedslos angewendet wird, um ebendiese Einheit zu erlangen. Die Eucharistie drückt ja nicht nur unsere persönliche Gemeinschaft mit Jesus Christus aus, sondern schließt auch die volle Communio mit der Kirche ein. Das ist also das Motiv, warum wir mit Schmerz, doch nicht ohne Hoffnung, die nicht katholischen Christen bitten, unsere Überzeugung, die auf die Bibel und die Überlieferung zurückgreift, zu verstehen und zu respektieren. Wir meinen, dass die eucharistische Kommunion und die kirchliche Communio so zuinnerst einander angehören, dass es für nicht katholische Christen im allgemeinen unmöglich ist, die Kommunion zu empfangen, ohne die kirchliche Communio zu teilen.

Es ist aber auch wichtig zu wissen, wer zum Mahl des Lammes eingeladen ist. Ich wünsche von Herzen, dass jeder erkennt, welche Gnade auf ihn wartet. Ich erkannte dies, als ich nach meinem Irrweg im Buddhismus zur katholischen Kirche wechselte. Deshalb ist es die Pflicht des Priesters darauf hinzuweisen, damit ich diese Gnade nicht ausschlage. Gott ist so gut zu uns, seien wir auch gut zu ihm! Auch hier schreibt Papst Benedikt XVI. im Sacramentum Caritatis darüber Folgendes:

Austeilung und Empfang der Eucharistie 
50. In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein pastorales Problem aufmerksam machen, auf das man heutzutage oft stößt. Ich meine die Tatsache, dass bei einigen Gelegenheiten wie zum Beispiel bei Messfeiern aus Anlass von Trauungen, Beerdigungen oder ähnlichen Ereignissen außer den praktizierenden Gläubigen auch andere bei der Feier zugegen sind, die eventuell jahrelang nicht die Kommunion empfangen haben oder die sich vielleicht in Lebensverhältnissen befinden, die den Zugang zu den Sakramenten nicht gestatten. Andere Male geschieht es, dass Angehörige anderer christlicher Konfessionen oder sogar anderer Religionen zugegen sind. Ähnliche Umstände sind auch in Kirchen gegeben, die – besonders in den großen Kunstmetropolen – Ziel von Besucherströmen sind. Es versteht sich, dass dann Möglichkeiten gefunden werden müssen, kurz und wirkungsvoll allen den Sinn der sakramentalen Kommunion und die Bedingungen für ihren Empfang ins Gedächtnis zu rufen. Die Eucharistie ist das lebendige Himmelsbrot, welches wir für das irdische Leben brauchen, um auszuharren, um zu überleben und um uns immer wieder neu mit der Liebe Gottes füllen zu lassen. Nehmen wir sein Angebot der Liebe an!

Psalm 96,2:
Singet dem HERRN und lobet seinen Namen,
verkündet von Tag zu Tag sein Heil!

(3) Dokument: NACHSYNODALES APOSTOLISCHES SCHREIBEN SACRAMENTUM CARITATIS SEINER HEILIGKEIT PAPST BENEDIKT XVI. AN DIE BISCHÖFE DEN KLERUS, DIE PERSONEN GOTTGEWEIHTEN LEBENS UND AN DIE CHRISTGLÄUBIGEN LAIEN ÜBER DIE EUCHARISTIE, QUELLE UND HÖHEPUNKT VON LEBEN UND SENDUNG DER KIRCHE. Gegeben zu Rom, bei Sankt Peter, am 22. Februar, dem Fest der Kathedra Petri, im Jahr 2007, dem zweiten meines Pontifikats. BENEDICTUS PP. XVI.